Donnerstag, 19. Januar

Impressionen


Region




Liebe Internetbesucher,

ich heiße Sie auf der Startseite des Kreisverbandes Tuttlingen-Rottweil der Banater Schwaben e.V. herzlich willkommen und freue mich, dass Sie uns in der virtuellen Welt besuchen.

Wieder ein neuer Internetauftritt einer Untergruppierung der Banater Schwaben in Deutschland – braucht es das noch? Der Vorstand des Kreisverbandes hat diese Frage eindeutig mit ja beantwortet. Denn zum einen wissen wir, dass die Präsenz im weltweiten Netz inzwischen eine effiziente Werbeplattform ist und zum anderen möchten wir mit flotten und wechselnden Inhalten auch die jüngere Generation für unsere Aktivitäten und Ziele begeistern. Wir möchten Ihnen zeigen, wie vielfältig und ideenreich die Arbeit in unserem Verband sein kann und wie viel hier noch von ehrenamtlichen Mitgliedern geleistet wird. Herzlichen Dank an dieser Stelle an alle, die sich in irgendeiner Form zum Wohle unseres Vereins und unserer Landsleute einbringen.

Ich wünsche mir und uns allen, dass Sie unsere Internetseite - aber insbesondere auch unsere Veranstaltungen - zahlreich besuchen mögen, denn eine Gemeinschaft ist nur in dem Maße attraktiv und überlebensfähig, in dem ihre Mitglieder auch bereit sind, sich für diese einzubringen. Die über das Jahr geplanten Termine finden Sie in einer Übersicht und ganz bequem in dem Liveticker der Startseite. Ich hoffe, dass Sie hiervon regen Gebrauch machen und grüße Sie herzlichst.

Ihr Richard Wagner, Vorsitzender 

 

Faschingsball

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Bericht Schwäbischer Nachmittag

Einen unterhaltsamen und interessanten Nachmittag erlebten die Banater Schwaben aus der Region Tuttlingen-Rottweil-Schwarzwald-Baar vor wenigen Tagen in der Spaichinger Stadthalle. 
Der Kreisverband der Banater Schwaben lud nach 2014 zum zweiten „Schwowische Nomittach“ ein und dieser Einladung sind viele Landsleute gefolgt, denn auch dieses Mal stand ein abwechslungs-reiches  Programm mit viel Theater, Musik und Tanz auf der Tagesordnung. Sämtliche Gliederungen innerhalb des Kreisverbands hatten im Vorfeld ihre Teilnahme zugesagt und so auch auf ein spannendes Programm schließen lassen. Man freute sich über viele Gäste und Ehrengäste, darunter der Bürgermeister der Stadt Spaichingen, Hans Georg Schuhmacher und Harald Schlapansky als Mitglied des Bundesvorstands der Banater Schwaben. 
Es war die große Zeit der Wiener Operette um Franz Lehar und Emmerich Kálmánn, die Emmerich Bartzer auf ein Libretto von Annie Schmidt-Endres dazu inspirierte,  das Bühnenstück „Grüßt mein Banat“ musikalisch in Szene zu setzten. Denn mit dem Begrüßungschor „Festlichen Ganges zogen unsre Scharen her zu dir“ erzeugte der Darowaer Kirchenchor schon mit den ersten Takten eine festliche Stimmung im Saal. Dazu folgten weitere Lieder aus der Feder von Banater Komponisten wie „Die wahre Lieb“ (Franz Stürmer) und „Hem geh ich net“ (Emmerich Bartzer). 
Mit der lustigen Szenette „Die Tratschweiwer“ lieferten fünf Mitglieder der Jugendtanzgruppe (Larissa Bender, Madlin Blum, Sandra Mahalek,  Anja Schöps und Melissa Schmidt) einen Nachweis ihres darstellerischen Könnens – in banatschwäbischer Mundart – und führten in das Programm ein. 
Danach luden die Darowaer Dorfschwaben im ersten Teil der Veranstaltung zu mehreren Hörgenüsse ein, unter anderen dem Siebensprung oder auch noch bekannt als „Sieben Sakramente“, einer Folge von Ländler und Polkas, die traditionell zu später Stunde auf Darowaer Hochzeiten gespielt und getanzt wurde. Damit trafen die in verstärkter Besetzung und sehr einfühlsam musizierenden Dorfschwaben um Franz Müller voll den Nerv des Publikums, bei vielen der älteren Gäste standen Tränen der Rührung in den Augen. 
Auch bei dem Vortrag „Manchmol treem ich vun drhem“ unseres Landsmannes aus Triebswetter, Johann Polling,  konnten sich viele Besucher an schöne Kindheitsjahre im Banat erinnern. Mit lyrischer Nostalgie hatten viele Buben bzw. Männer wieder eine „Gummipuschka“ in den Händen oder genossen einen Teil der heißen Sommermonate in der Kaul am Dorfrand. 
Aber auch nachdenkliche Töne fanden in dieser Veranstaltung ihren Platz. Denn mit zwei Gedichten (Unsere Tracht und Schwarzes Kopptuch) von Nikolaus Berwanger griff Richard Wagner  das Thema der Herkunft und Zugehörigkeit oder aber Erinnerungen Berwangers an seine Kindheit im Banat der Nachkriegsjahre, seine innige Beziehung zur Großmutter und der Frage, was ist mit den zurückgebliebenen Kinder der Russlandverschleppten passiert? 
Ein weiterer Höhepunkt des ersten Teils lieferte der Sketch „Der rote Bikini“, der sehr authentisch von Elfriede Wollmann, Julia Polling, Heinz Franzen und Johann Polling aufgeführt wurde. Die hervorragend gespielte Situationskomik, in welcher auch die „Etablissements der Josefstädter Schari-Neni“ aufgesucht wurden, entlockte den Zuschauern Begeisterung und stürmischen Applaus. 
Schöne gediegene aber auch rhythmisch und choreographisch anspruchsvolle Tänze in ihrer Dirndl-Tracht zeigten die Kinder und Jugendlichen auf die „AHA-Polka“, den Walzer „Gruß aus der Heimat“ sowie die Polka „Veilchenblaue Augen“.  Mit dem traditionellen „Dra di um“, getanzt von den sämtlichen Gruppen, ging es dann in die Pause. 
Im zweiten Teil des Kulturprogramms trat das exzellent disponierte Original Banater Echo unter der Leitung von Manfred Ehmann auf die Bühne. Mit den 20 jungen und jung gebliebenen Musikanten hat der charismatische Kapellmeister in den letzten 12 Jahren schon viele konzertante Aufführungen bestritten. Schon mit den ersten Takten bringt er Spannung in den Saal und sichert dem Banater Echo die Aufmerksamkeit der Zuhörer. Dies auch dann, wenn sein Orchester die musikalische Begleitung der Kinder- und Jugendtanzgruppe übernimmt wie zum Beispiel bei den von ihm komponierten Stücken „Gruß an das Banat“ oder „Heimatstern“. 
Aber auch in der zweiten Hälfte des Programms gab es viel zu lachen. 
In dem lustigen Dialog „Aller Anfang ist schwer“, möchte der Lehrer Herr Deppendorf (Timo Nagel) von der kleinen Schwester Lena (Evelyn Reisbeck) seiner Schüler einen Sprechstundentermin mit den Eltern vereinbaren. Dieser Versuch ist aber – trotz vieler Hilfestellungen des Lehrers - zum Scheitern verurteilt und kommt durch die witzige und gekonnte Darstellung der Kinder sehr gut im Publikum an. 
Ein ähnliches Flair zauberten die Darsteller Gerlinde Aicher, Brigitte Polling und Horst Neidenbach in dem Sketch „Krawatte kaufen“ auf die Bühne. Kleider einzukaufen ist in Deutschland oft schwieriger, als wir das im Banat kannten. Ein Krawattenkauf ist auch deshalb so schwierig, weil man doch den Geschmack der Ehefrau treffen muß. Ein schier unmögliches Unterfangen, das sehr anschaulich von den hervorragenden Darstellern inszeniert wurde und viel Gelächter hervorrief. 
Und wer kennt ihn nicht, den Witz von den „Billeder-Weiwer“, die nach Temeswar zum "Fratschle" gefahren sind? Die Kostprobe ihrer Rumänischkenntnisse (Rita Mahalek, Elfriede Wollmann, Gerlinde Aicher und Maria Bernhardt) im Dialog mit dem Schaffner (Franz Rothas) trifft das Phänomen, dass viele Banater Schwaben der rumänischen Sprache nicht mächtig waren, an einer heiklen Stelle und hier in sehr humorvoller Weise. Jedenfalls ließen die Billeder Weiwer sich nicht über die Sprache „verkaufen“ und ernteten riesigen Applaus.   
Ein schwäbischer Nachmittag – in der Hauptsache  von den Jugendlichen gestaltet – wäre kein schwäbischer Nachmittag, wenn nicht auch moderne Tänze und Klänge vorgeführt worden wären. Die Jugendlichen haben gezeigt, dass sie nicht nur beide Genre - moderner- und Volkstanz - gut beherrschen, sondern diese auch sehr authentisch vermitteln können. Dies gelang auch dem Duo Tobias&Patrick  an Keyboard, Gitarre und Akkordeon durch einen perfekt abgestimmten Gesang und flotte Rhythmen. 
Zum Abschluss der Veranstaltung, die witzig und gekonnt im banatschwäbischen Dialekt von den Jugendlichen Jasmin Kirchgässner und Julia Polling moderiert wurde, sang die Kindertanzgruppe das Lied „Leben ist mehr“ von Rolf Zuckowski und gab den Besuchern eine lebensoffene und lebensbejahende Botschaft mit auf den Nachhauseweg. 
Die künstlerische Leitung dieser Veranstaltung lag in den Händen von Brigitte Polling. Sie hat viele Tage und Nächte in die Planung und Vorbereitung bzw. Einstudierung der Tänze und Sketche investiert und gleichermaßen die Bühnenbilder entworfen und bei allen Auftritten Regie geführt. Für diese außergewöhnliche Leistung und selbstlosen Einsatz bedankten sich der Vorstand und das Publikum sehr herzlich. 
Besten Dank auch den Gruppenleitern Käthe und Hansi Winze, Erich Meixner, Franz Müller, Manfred Ehmann sowie Brigitte Polling und Christine Wollanka. Sie haben durch ihren Einsatz den Grundstein für eine schöne Gemeinschaft gelegt und tragen in hohem Maße zu ihrem Zusammenhalt bei.

 

Alle können mithelfen!

 

Liebe Landsleute, liebe Freunde,

sind auch Sie, wie wir, der Meinung, dass die Brauchtums- und Traditionspflege ein Teil unserer Kultur ist und dieses Erbe unbedingt erhalten werden muss?

Sind Sie auch, wie wir, der Meinung, dass man zum Erhalt und zur Pflege der Gemeinschaft selbst etwas tun muß?

Wir sind der Meinung, dass wir mit unserer Geschichte, unserer Kultur und unserem Brauchtum ein wertvolles Gut in uns tragen. Das wollen wir weitergeben, denn wer sollte sich darum kümmern, wenn wir dies nicht tun?

Deshalb sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Unsere Kinder- und Jugendgruppe hat sich in den letzten Jahren - dank des beherzten Einsatzes der Gruppenleiterinnen aber auch durch die aktive Hilfe der Eltern und Großeltern - hervorragend entwickelt. Die Gruppe hat inzwischen knapp 30 Mitglieder und sowohl die Kinder als auch die Jugendlichen kommen gerne zu den regelmäßigen Proben. Durch Ihre Unterstützung bzw. Mitgliedschaft mit nur vier Euro im Monat, können Sie diese Arbeit unterstützen und mit dazu beitragen, dass wir noch lange Zeit Freude an diesen Aktivitäten der Untergliederungen haben können.

Kommen Sie doch einfach zu unseren Vorführungen und schnuppern in unsere Aktivitäten rein. Vielleicht gefällt Ihnen das Tanzen in der Trachtengruppe der Erwachsenen, der Jugendlichen oder Kinder, das Singen im Chor, das Schauspielern in der Theatergruppe, das Musizieren in einer der beiden vor Ort aktiven Blasmusikkapellen oder aber nur das Zusammensein beim geselligen Fuchsen, beim Stricken, beim Basteln! Gerne freuen wir uns auch über das Mitwirken bei Kultur- und Heimatgeschichtsveranstaltungen.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit indem Sie den beiliegende Antrag ausfüllen und Mitglied in der Landsmannschaft der Banater Schwaben werden. Der Bundesverband seinerseits bezuschußt und fördert die Arbeit mit unseren Kindern und Jugendlichen durch gehaltvolle Seminare an Wochenenden mehrmals im Jahr. Bitte besuchen Sie auch unsere Veranstaltungen! Es wird Sie unheimlich bereichern und erfreuen, ein Teil dieser liebenswerten und schönen Gemeinschaft zu sein! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung und verbleiben -

herzliche landsmannschaftliche Grüße -

Richard Wagner und Hansi Winze