Mittwoch, 21. November

Impressionen


Region




Infobox

adam_mueller_guttenbrunn.jpg

Links zum Thema:

Bilder

 

Suche


Suchbegriff:

Aktivitäten / Kreisverband / Adam Müller-Guttenbrunn - Banater Schwabenlied

Adam Müller-Guttenbrunn - Banater Schwabenlied

Banater Schwabenlied

Adam Müller-Guttenbrunn           

Es brennt ein Weh, wie Kindertränen brennen,
Wenn Elternherzen hart und stiefgesinnt.
O, daß vom Mutterland uns Welten trennen
Und wir dem Vaterland nur Fremde sind

Noch läuten uns der alten Heimat Glocken,
Die Glocken unsrer Väter treu und schlicht.
Doch frißt der Sturm ihr seliges Frohlocken,
Und Blitz auf Blitz verstört das Friedenslicht.

Von deutscher Erde sind wir abgeglitten
Auf diese Insel weit im Völkermeer.
Doch wo des Schwaben Pflug das Land durchschnitten,
Wird deutsch die Erde, und er weicht nicht mehr.

Wer mag den Schwaben fremd in Ungarn schelten?
Hier saß vor ihm der Türke, der Tatar.
Er will als Herr auf seiner Scholle gelten,
Ist Bürger hier und nicht dein Gast, Madjar!

Er hat geblutet in Prinz Eugens Heeren,
Vertrieb den Feind, der hier im Land gehaust.
Dein eigner König rief ihn einst in Ehren:
„Pflüg` mir den Boden, wackre Schwabenfaust!“

Aus einer Wüste ward ein blühend Eden,
Aus Sümpfen hob sich eine neue Welt.
Von diesem Land laßt deutsch und treu uns reden,
Verachten den, der`s nicht in Ehren hält.

O Heimat, deutschen Schweißes stolze Blüte,
du Zeugin mancher herben Väternot,
Wir segnen dich, auf daß dich Gott behüte,
Wir stehn getreu zu dir in Not und Tod!